Die sagenumwobene Milseburg

Über dem Biebertal bei dem Ortsteil Malerdorf Kleinsassen erhebt sich der 835 m hohe Gipfel der Milseburg. Wegen seiner eigenartigen Form ist er der markanteste und schönste Berg der Rhön. Die Gipfelgruppe bildet einen Vulkanschlot aus Phonolitgestein, der eine Decke aus Buntsandstein und Muschelkalk durchbrochen hat. Vom Gipfel genießt man einen weiten Panoramablick. Die seltene Flora hat dazu geführt, die Höhe unter Naturschutz zu stellen. Auf den Gipfel führt ein prähistorischer Wanderpfad, wo Ausgrabungen Wall- und Mauerreste mehrere Schutzanlagen zutage gefördert haben. Die ältesten stammen von einer keltischen Fliehburg aus dem ersten vorchristlichen Jahrhundert. An ihrer Stelle entstand im frühen Mittelalter eine Burg, die um 1120 vom Abt von Fulda zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde. Unterhalb des Gipfels steht seit dem 15. Jahrhundert eine Kapelle, die mehrfach erneuert und umgebaut wurde. Ein Sandsteinrelief stellt den heiligen Gangolf dar. Unter hohen Bäumen befindet sich eine bewirtschaftete Schutzhütte des Rhönklubs.
Natürlich gibt ein so markanter Berg auch Stoff für viele Sagen. Die bekannteste geht davon aus, dass die mächtigen Mauern die Burg des Riesen Mils umgaben, der dort zur Zeit der Christianisierung gehaust haben soll und diese gar heftig bekämpfte. So schleuderte er immer wieder Felsbrocken gegen das Zentrum der Christen auf dem nahe gelegenen Kreuzberg, aber es gelang ihm nicht, sie zu vertreiben. Zu Tode erschöpft sank er schließlich am Fuße des Berges zu Boden und wurde vom Teufel unter seiner Burg begraben.
Hofbieber ist riesig !

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