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Delegationsbesuch in den italienischen Partnergmeinden
im Septemeber 2006 zum Tag in Modigliana - Thema Kunst

Eine Hofbieberer Delegation mit 43 Personen aus dem Partnerschaftskomitee
der Gemeinde Hofbieber, von verschiedenen Vereinen und Bürger waren
in der Zeit vom 07.09. - 11.09.2006 in den Partnergemeinden der
Comunita Montana Acquacheta in Italien.

Die Delegation hat dabei ein umfangreiches Programm absolviert,
das von den italienischen Gastgebern ausgearbeitet wurde.
Um für alle Bürger sinnfällig die Gemeindepartnerschaft zu pflanzen
ist durch die Gemeinde Hofbieber als Gastgeschenk an jede der
in der Communita Montana Acquacheta beteiligten Gemeinden
eine Rhöner Buche gepflanzt worden:

Petra Mehler, Mitglied auch des gemeindlichen Partnerschaftskomitees
hat folgenden Reisebericht zum Sonntag, 10.09.2006 in Modigliana erstellt:

Und wieder meinte es der Wettergott gut mit uns, als wir uns
am Sonntag auf zur vorletzten Station unserer Delegationsreise machten.
Bei Sonnenschein und Temperaturen um die 30° besuchten wir die Stadt
Modigliana, den größten Ort innerhalb der Comunità Montana Acquacheta.

Gleich der Begrüßung in allen anderen Orten zuvor, wurden wir auch
hier aufs herzlichste von Claudio Samori, dem sindaco (Bürgermeister)
in Empfang genommen.

Der Tag stand ganz im Zeichen von Kunst und Geschichte.
Zunächst hatte man für uns eine Stadtführung durch den historischen
Teil Modiglianas organisiert. Unter fachkundiger Leitung und übersetzt
von unserer netten Dolmetscherin  starteten wir unsere Tour an der
Piazza Matteotti. Nach einem kurzen Einblick in Garderobe und
Maske der Darsteller der "lebenden Gemälde" ging es weiter zum
nunmehr bereits 100-jährigen Denkmal von Don Giovanni Verità.
Verità, ein Priester und glühender Patriot, versteckte seinerzeit
(im Aug. 1849) den großen Freiheitskämpfer und Einiger Italiens,
Giuseppe Garibaldi, vor den ihn verfolgenden Österreichern.

Über die Via Garibaldi und die Piazze Mazzini und Don Minzoni
führte unsere Tour nun zur Tribuna, jenem imposanten Eingangstor
zum historischen Kern Modiglianas. Unser Stadt-führer erklärte uns,
dass die Anlage der Stadt auf Grund ihrer engen Gassen und mehr-stöckigen,
hohen Häuser, damals hervorragend für Verteidigungszwecke
geeignet war. Indem die Bürger von den obersten Stockwerken mit
Steinen und sonstigen Geschossen auf die herannahenden Feinde warfen,
erwehrten sie sich ihrer Gegner.

Durch besagte enge Gassen hindurch ging es weiter zur mittelalterlichen
Piazza Pretorio mit der Sala "Pietro Alpi", dem Palazzo Borghi und dem
Palazzo Pretorio. In letzterem befindet sich heute die kommunale
Pinakothek, in der neben Gemälden vieler anderer Künstler auch mehrere
Werke von Silvestro Lega ausgestellt sind. Lega, 1826 in Modigliana
geboren, war ein Vertreter des "Macchiaiolo" (impressionistische Stilrichtung)
und erlangte mit seinen Bildern weit über die Grenzen Italiens
hinaus Berühmtheit.

Mit einem Blick auf die Rocca dei Conti Guidi
(Burg der modiglianischen Grafen Guidi), die majestätisch
über der Stadt thront, beendeten wir unseren Rundgang.

Anschließend hatten unsere Gastgeber zum Mittagessen geladen,
das  - wie immer -  überaus reichhaltig und vorzüglich war.
Danach pflanzten die beiden Bürgermeister unter tatkräftiger
Unterstützung jeweils eines Jugendlichen aus den beiden Partnerschaftsge-
meinden eine Rhöner Buche an der alten Stadtmauer ein.

Elisabeth Kling (rechts) pflanzt neben Bürgermeister
Claudio Somari (Modigliana) mit dem Vorsitzenden des
Jugendparlaments von Modigliana die Rhöner Freundschaftsbuche
in Modigliana. Mit dabei Bürgermeister Marcus Schafft (2. von links)

Nach dem offiziellen Programmteil hatten wir nun Gelegenheit,
noch ein bisschen durch die Stadt zu bummeln, auf dem Markt
romagnolische Spezialitäten zu erstehen oder die wundervoll inszenierten
"lebenden Gemälde" zu bestaunen. Vor detailliert aufgebauten Kulissen
verharrten die Darsteller in historischen Kostümen und kunstvoll arrangierten
Frisuren. Zu jeder Darstellung gehörte auch eine Tafel, auf der
das "Original" mit entsprechenden Erklärungen, zu sehen war.
So hatte man eine direkte Vergleichsmöglichkeit, was sicher
auch zu mancher Diskussion angeregt hat.

Nach einem rundum schönen Tag in Modigliana fuhren wir weiter
nach Rocca San Casciano, unserem letzten Reiseziel.


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